Pont Alexandre III

Die Pont Alexandre III, die zwischen dem 7. und 8. Arrondissement liegt, ist neben der Pont Neuf die wohl schönste Brücke in Paris. Sie liegt in direkter Nähe zum Petit Palais und Grand Palais und wurde zusammen mit den beiden Museen für die Weltausstellung im Jahr 1900 erbaut. Die 160 Meter lange Brücke entstand im Architekturstil des Neubarock und ist nach dem russischen Kaiser Alexander III. benannt, um die Französisch-Russische Allianz ab 1892 zu würdigen. Der Entwurf stammt von den Architekten Jean Résal und Amédée Alby und die Brücke wurde nach drei Jahren Bauzeit pünktlich zur Eröffnung der Weltausstellung eingeweiht.

Eine der Vorgaben war, dass das Bauwerk trotz der benötigten Höhe für den Schiffsverkehr nicht die Sicht auf das Hôtel des Invalides versperren sollte, was zu der Konstruktion einer 40 Meter breiten und nur 6 Meter hohen Bogenbrücke führte. Aufgrund der historischen Bedeutung und der besonderen Architektur steht sie seit dem Jahr 1975 unter Denkmalschutz. Beeindruckend sind die vergoldeten Pegasus-Figuren, die auf 17 Meter hohen Pylonen stehen sowie die Wappen von Paris und Russland, die zentral an den Seiten angebracht sind.

Pont Alexandre III

Weitere Merkmale auf der Brücke sind gusseiserne Laternen und Skulpturen von Seemonstern sowie Engelstatuen, die um einige der Laternen platziert sind. An den Eingängen sind zu jeder Seite Löwen zu sehen, die von Kindern geführt werden. Die Statuen wurden von den Bildhauern Georges Gardet und Jules Dalou erstellt.

pont alexandre III, löwen statuen

Vor den vier Pylonen befinden sich weitere Statuen, welche Epochen der französischen Geschichte darstellen und auf den Spitzen der Sockel sind goldene Pegasusfiguren zu sehen, die von der Ruhmesgöttin Fama gezügelt werden. Am Eingang mit Blick auf das Hôtel des Invalides befinden sich die Pegasusfiguren mit der Fama der Künste sowie der Fama der Wissenschaften. Sie wurden beide von dem Bildhauer Emmanuel Frémiet geschaffen.

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Die Statuen direkt vor den Pylonen stammen von den Bildhauern Alfred Lenoir und Gustave Michel und stehen sinnbildlich für Frankreich in der Zeit des Mittelalters und der Moderne. Die Statue, die das Mittelalter repräsentiert, hält einen sogenannten Reichsapfel in der Hand: eine vergoldete Weltkugel mit Kreuz, die ab dem Mittelalter ein Symbol für die christliche Herrschaft war.

Am Eingang mit Blick auf den Grand Palais befinden sich die Pegasusfiguren mit der Fama des Krieges und der Fama im Kampf von den Bildhauern Léopold Steiner und Pierre Granet.

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Die Skulpturen vor den Pylonen stehen für Frankreich während der Zeit des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. sowie der Renaissance und stammen von den Bildhauern Laurent Marqueste und Jules Coutan. Die Statue, die die Zeit unter Ludwig XIV. repräsentiert, hält einen goldenen Engel in der Hand, die Statue der Renaissance ein goldverziertes Schwert.

An den Außenseiten der Brücke sind in der Mitte Wappen von Frankreich und Russland angebracht, die von Kupferskulpturen umgeben sind. Sie stellen Nymphen der Seine und des russischen Flusses Newa dar und wurden von dem Bildhauer Georges Récipon erstellt.

pont alexandre III wappen

Die Pont Alexandre III war in der Vergangenheit auch ein beliebter Drehort für Filme und Musikvideos. So war die Brücke Schauplatz für mehrere Szenen des Kinofilms Midnight in Paris und hier wurde unter anderem auch das Musikvideo zu Someone Like You von Adele gedreht.

Anreise:

Métro: Mit der Linie 8 oder 13 bis zur Haltestelle Invalides.

Bus: Linie 63, 83 oder 93

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