Parc des Buttes-Chaumont

parc des buttes-chaumontDer Parc des Buttes-Chaumont ist der fünftgrößte Park in Paris und liegt im 19. Arrondissement im Nordosten der Stadt. Der rund 25 Hektar große Park wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Stil der englischen Landschaftsgärten angelegt. Er bietet neben einem See und weiten Grünflächen eine kleine Insel, von deren Spitze man einen tollen Ausblick auf den Hügel Montmartre hat. Kaiser Napoleon III. ließ ihn im Jahr 1863 für die Bewohner des 19. Arrondissements erstellen, das kurz zuvor eingemeindet worden war. Für den Umbau des brachen Geländes beauftragte er den Stadtplaner Haussmann, der für das heutige moderne Stadtbild von Paris verantwortlich ist. Als Landschaftsgärtner wurde Jean-Charles Alphand eingestellt, der zuvor auch die beiden Stadtwälder Bois de Boulogne und Bois de Vincennes mitgestaltet hatte. Innerhalb von nur vier Jahren war der Park fertiggestellt und wurde zur Weltausstellung von 1867 eingeweiht.

Auf dem Gelände gab es vor der Umgestaltung nur einen Steinbruch und so ist es erstaunlich, dass der Park heute die Grünanlage mit der größten Vielfalt an Pflanzen und Bäumen in Paris ist. Hunderte Arbeiter waren beschäftigt worden, um die Landschaft rund um den Steinbruch neu zu gestalten, Hügel anzulegen und einen See zu graben. Der Gartenbauer Jean-Pierre Barillet-Deschamps, der unter der Leitung von Alphand auch an den beiden Stadtwäldern mitgearbeitet hatte, pflanzte daraufhin tausende Bäume, Sträucher sowie Blumen und legte die Rasenflächen an. Sprengstoff wurde genutzt, um aus dem Steinbruch einen Felsen zu formen.

Auf der Felsspitze der Île du Belvédère (Insel des Aussichtsturms) liegt in fast 30 Metern Höhe der Sibyllentempel. Er ist dem Tempel der Vesta in der Stadt Tivoli nachempfunden ist. Er wurde durch den Architekten Gabriel Davioud angefertigt, der auch andere Bauten in dem Park erstellte wie zum Beispiel die Pförtnerhäuser an den Eingängen. Merkmale des Tempels sind die acht römischen Säulen und die große Kuppel, die mit einer Kreuzblume im gotischen Stil verziert ist.

parc des buttes chaumont

Zu der Insel, die sich inmitten eines rund 1,5 Hektar großen Sees befindet, führen zwei Brücken. Die größere ist eine 65 Meter lange Hängebrücke und wurde von Gustave Eiffel entworfen, dem Architekten des Eiffelturms.

buttes chaumont brücke

Am höchsten Punkt der Insel hat man einen schönen Ausblick über einen Teil der Stadt und am Tempel kann man die Sicht auf die Basilika Sacré-Coeur in der Ferne genießen. Der Zugang kann allerdings aufgrund von Baumaßnahmen zeitweise gesperrt sein.

parc des buttes- chaumont aussicht, sacre coeur

Rund um den Felsen findet man mehrere Wasserfälle und kleine Wasserläufe vor, die den rundangelegten See mit Wasser aus dem Schiffskanal Canal de l’Ourcq nahe des Parc de la Villette versorgen.

parc buttes chaumont wasserfall

Innerhalb des Felsens gibt es zudem eine Grotte, die früher ein unterirdischer Eingang zum Steinbruch war. Hier ist ein Wasserfall angelegt, der aus fast 20 Metern Höhe hinabfließt.

parc des buttes-chaumont grotte

Öffnungszeiten:

Der Park ist ab Mai bis September von 7.00 bis 22.00 Uhr und in den übrigen Monaten von 7.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.

Anreise:

Métro: Mit der Linie 7bis, der kürzeren Linie 7, zur Haltestelle Buttes-Chaumont (Métroplan).

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