Musée Guimet

musee guimet bibliothekDas Musée Guimet ist ein Kunstmuseum, das hauptsächlich asiatische Werke ausstellt und befindet sich im 16. Arrondissement von Paris, in der Nähe des Palais de Tokyo. Es wurde von Émile Guimet gegründet, einem Industriellen, der von seinen Reisen umfangreiche Kollektionen asiatischer, aber auch ägyptischer oder griechischer Kunst mitbrachte. Ursprünglich eröffnete er das Museum 1879 in seiner Heimatstadt Lyon, aber es wurde zehn Jahre später aus Platzgründen nach Paris verlegt. Auch in den darauf folgenden Jahrzehnten wurden die Kollektionen immer wieder vergrößert. So tauschte das Museum Mitte des 20. Jahrhunderts die ägyptische Sammlung für die asiatische Kollektion des Louvre. Dies macht das Musée Guimet heute zu dem Museum mit der größten Auswahl asiatischer Kunst im Ausland und es verfügt unter anderem über Ausstellungswerke aus Indien, Thailand, China oder dem Himalaya. Sehenswert sind auch der kleine japanische Garten sowie die kreisförmig um Säulen angelegte Bibliothek. Neben einigen Buddha-Skulpturen beherbergt diese hunderte antike Bücher zum Beispiel aus Tibet oder Japan.

Im Zentrum des Kreisverkehrs vor dem Museum ist eine bronzene Reiterstatue von George Washington angebracht, dem ersten amerikanischen Präsidenten. Sie wurde von dem Bildhauer Daniel Chester French erstellt und zeigt Washington mit seinem Pferd und einem Säbel in der rechten erhobenen Hand. Die Statue war das Geschenk einer amerikanischen Privatgesellschaft und wurde im Jahr 1900 eingeweiht. Eine Inschrift in Richtung des Museums spricht Frankreich für die Unterstützung im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg Dank aus.

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Die Hauptausstellungen im Museum sind auf drei Etagen aufgeteilt. Im Erdgeschoß befinden sich unter anderem Kunstwerke aus Thailand, Burma, Laos oder Vietnam. Einen beachtlichen Teil nehmen Ausstellungsstücke aus Indien ein und es sind Skulpturen mit Bezug zu den Religionen Buddhismus, Hinduismus oder Jainismus zu sehen. Auf der ersten Etage ist hauptsächlich chinesische Kunst ausgestellt, zum Beispiel antike Werke aus Keramik oder Porzellan. Darüber hinaus sind hier auch Skulpturen aus kleineren Ländern wie Nepal und Tibet zu finden.

Die zweite Etage beherbergt vor allem japanische Objekte, darunter die traditionelle Kleidung der Samurai sowie eine Sammlung von Schwertern, aber auch Utensilien für Tee-Zeremonien. Auf der dritten Etage sind Bilderserien von Forschungsreisenden wie Émile Gsell ausgestellt, die im 19. Jahrhundert Asien bereisten. Die umfangreichste Sammlung befindet sich gleich im Erdgeschoss. Besonders beeindruckend ist hier der meterhohe Buddhakopf, der Teil der gezeigten Werke aus Südostasien ist.

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In einem zusätzlichen Gebäudeflügel befindet sich das Panthéon Bouddhique, in dem hunderte buddhistische und hinduistische Tempel-Statuen ausgestellt sind. Außen ist zudem ein kleiner japanischer Garten angelegt, in dem zu bestimmten Zeiten traditionelle Tee-Zeremonien abgehalten werden.

Öffnungszeiten:

Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag sowie am 1. Janaur, 1. Mai und 25. Dezember ist es geschlossen.

Eintrittspreis:

Der Eintrittspreis ins Museum beträgt 7,50 Euro. EU-Bürger unter 26 Jahren erhalten freien Eintritt. An jedem ersten Sonntag des Monats ist der Eintritt für alle Personen kostenlos.

Anreise:

Métro: Mit der Linie 9 bis zur Haltestelle Place Iéna (Métroplan)

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