Musée d’Orsay

Das Musée d’Orsay, das im 7. Arrondissement gegenüber dem Louvre und dem Tuileriengarten liegt, ist eines der meistbesuchten Museen in Paris und insbesondere für die weltweit größte Kollektion impressionistischer Bilder bekannt. In dem Museumsgebäude befand sich früher ein Bahnhof, der von dem Architekten Victor Laloux im Beaux-Arts Stil für die Weltausstellung im Jahr 1900 gebaut wurde. Der Bahnhof wurde 1939 geschlossen und das Gebäude nach einer Restauration in den 80er Jahren als Museum neueröffnet.

musee d'orsay paris

Das Museum beherbergt tausende Ausstellungstücke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, darunter Skulpturen, Fotografien, handwerkliche Kunstobjekte sowie Gemälde von berühmten Künstlern wie Monet oder Van Gogh. Eines der Hauptmerkmale des 175 langen und über 30 Meter hohen Bauwerks ist das große Glasdach, das die Ausstellungshalle im Erdgeschoss mit viel Licht durchflutet.

musee d'orsay innen

Im Erdgeschoss sind vor allem Werke des mittleren 19. Jahrhunderts ausgestellt, zum Beispiel Bilder der französischen Künstler Auguste Delacroix, Edgar Degas oder Gustave Courbet. Hier steht auch ein Modell der Freiheitsstatue von dem Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi, welcher auch das Original schuf. Die etwa 3 Meter hohe Statue wurde für die Weltausstellung 1900 erstellt und befand sich danach im Jardin du Luxembourg, bis sie 2011 vom Senat an das Museum überreicht wurde.

Auf der zweiten Etage findet man neben handwerklichen Kunstobjekten und Skulpturen von Bildhauern wie Auguste Rodin auch eine große Sammlung an postimpressionistischen Werken. Darunter sind berühmte Bilder von Paul Gauguin oder Vincent van Gogh, wie die Kirche von Auvers oder Sternennacht über der Rhone. Hier sind auch mehrere Selbstporträts Van Goghs zu sehen.

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Die fünfte Etage ist hauptsächlich dem Impressionismus gewidmet und umfasst unter anderem Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet oder Paul Cézanne. Hier sind zum Beispiel Exemplare aus der Bilderserie Kathedrale von Rouen von Monet zu sehen oder Bal du moulin de la Galette von Renoir.

Auf der Etage gibt es zudem ein Café mit angeschlossener Dachterrasse, von der man einen guten Blick auf den Tuileriengarten sowie den Louvre hat. Von hier kann man auch die Basilika Sacré-Coeur in der Ferne sehen.

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Auch die riesigen Uhren des ehemaligen Bahnhofs, durch deren Ziffernblätter man auf Teile von Paris blicken kann, sind beeindruckend.

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Öffnungszeiten:

Das Musée d’Orsay ist dienstags, mittwochs und freitags bis sonntags von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Jeden Donnerstag sind die Öffungszeiten bis um 21.45 Uhr. Montags sowie am 1. Mai und 25. Dezember ist das Museum geschlossen.

Eintrittspreise:

Der reguläre Eintrittspreis beträgt 12 Euro. Donnerstags zahlt man nach 18.00 Uhr einen reduzierten Preis von 9 Euro. An den übrigen Tagen gilt der reduzierte Preis ab 16.30 Uhr.

Insbesondere in den Sommermonaten und zur Ferienzeit kann es zu langen Wartezeiten vor dem Museum kommen. Wer die Warteschlangen umgehen möchte, kann bei deutschen Reiseanbietern wie Get Your Guide Tickets ohne Anstehen buchen.

Musée d’Orsay kostenlos:

Der Eintritt in das Museum ist für Personen unter 18, EU-Bürger unter 26 Jahren und Menschen mit Behinderung kostenlos. Außerdem ist der Eintritt an jedem ersten Sonntag des Monats grundsätzlich kostenfrei.

Anreise:

Métro: Mit der Linie 12 bis zur Haltestelle Solférino

RER: Mit der Linie C bis zur Haltestelle Musée d’Orsay

Bus: Linien 24, 63, 68, 73, 83, 84 und 94

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