Louvre

Das im Stadtzentrum gelegene Musée du Louvre, das sich gleich neben dem Jardin des Tuileries befindet, gehört mit über 9 Millionen Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Museen der Welt und ist eines der Hauptattraktionen für Touristen in Paris. Markenzeichen ist vor allem die über 20 Meter hohe gläserne Pyramide, die als Haupteingang dient. Sie wurde von 1985 bis 1989 unter der Leitung des Architekten I.M. Pei gebaut und beim Entwurf durch die Form der Cheops-Pyramide beeinflusst. Auffallend sind im Innenhof Cour Napoléon außerdem die insgesamt 86 Skulpturen von berühmten französischen Persönlichkeiten, die rund um die Frontfassade des Renaissance-Palastes verteilt sind.

louvre paris außen

Der Louvre war bis zum Umzug nach Versailles im Jahr 1682 der königliche Palast. Schon Karl V. ließ Mitte des 14. Jahrhunderts eine ehemalige Festung an der Stelle zu einer bewohnbaren Anlage umbauen. 1546 beauftragte Franz I, welcher unter anderem das Bild der Mona Lisa erworben hatte, den Architekten Pierre Lescot sowie den Bildhauer Jean Goujon mit der Modernisierung der Burganlage zu einem Königsschloss im Renaissance-Stil. Nach dem Umzug des Hofes wurde das Gebäude zum Sitz von zwei Kunstakademien und Mitte des 18. Jahrhunderts  gab es immer öfter Vorschläge, den Palast in ein öffentliches Museum umzubauen, was jedoch von Ludwig XVI. abgelehnt wurde. Erst während der Französischen Revolution beschloss die Nationalversammlung, in dem Gebäude bedeutende Kunstwerke auszustellen, die zuvor beschlagnahmt worden waren. 1793 wurde der Louvre so zum ersten öffentlichen Museum in Frankreich.

Heute beherbergt der Louvre die größte Kunstsammlung der Welt, die auf insgesamt 60.000 Quadratmeter und drei Gebäudeflügel verteilt ist. Die acht Ausstellungsbereiche behandeln zum Beispiel Gemälde, Skulpturen oder auch griechische und römische Altertümer und die Zeitspanne der Werke erstreckt sich von der Antike bis zum 19. Jahrhundert. Im Katalog des Museums sind über 500.000 Kunstobjekte gelistet, von denen etwa 35.000 im Museum ausgestellt sind. Darunter sind Werke von berühmten Künstlern wie Leonardo Da Vinci, Jan Vermeer und Albrecht Dürer.

louvre paris außen 2

Die Mona Lisa von Da Vinci ist das berühmteste Ausstellungsstück im Louvre und befindet sich im ersten Stockwerk des Denon-Flügels in der Abteilung für italienische Malerei. Das Gemälde entstand Annahmen zufolge zwischen 1503 und 1506 und zeigt vermutlich ein Porträt von Lisa del Giocondo, der Frau eines florentinischen Politikers. Um das Gemälde schnell zu finden, folgt man am besten den Hinweisschildern für „La Joconde“ oder lässt sich durch den Audioguide zu den bedeutendsten Werken führen.

Ein weiteres sehr bekanntes Werk im Museum ist die Venus von Milo, eine Skulptur der griechischen Göttin Aphrodite. Die Marmorstatue wurde Anfang des 19. Jahrhunderts auf der Insel Milos gefunden und wahrscheinlich zwischen 130 und 100 vor Christus erstellt. Zu finden ist sie im Erdgeschoss des Denon-Flügels bei der Antikensammlung.

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Falls das Schloss Versailles nicht auf dem Reiseplan steht, kann man auch im Louvre einen guten Eindruck über das damalige königliche Leben bekommen, wenn man durch die vielen prunkvollen Zimmer schlendert. So war zum Beispiel die Apollo-Galerie die erste königliche Galerie und Vorbild für den Spiegelsaal im Schloss Versailles. Sie hieß ursprünglich Petite Galerie und wurde für König Heinrich IV. erstellt. Nachdem der Saal im Jahr 1661 durch ein Feuer zerstört worden war, ordnete der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. den Neubau an. Der Architekt Louis Le Vau wurde mit der Rekonstruktion beauftragt, der Hofmaler Charles Le Brun sowie der Bildhauer François Girardon mit der Dekoration. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Apollo-Galerie restauriert und es wurden die letzten Gemälde beendet, die vor dem Umzug nach Versailles unbeendet blieben. Zu finden ist der Saal im ersten Stock des Denon-Flügels.

louvre apollo galerie

Nicht nur die beeindruckende Gestaltung der Galerie ist ein Grund für eine Besichtigung, sondern auch die Möglichkeit, die verbliebenen Kronjuwelen des französischen Königreichs zu sehen. Hier sind unter anderem die Krone von Ludwig XV. oder die Saphire von Königin Maria Amalia ausgestellt.

louvre kronjuwelen

Eintrittspreise:

Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro und beeinhaltet den Zugang zur dauerhaften Ausstellung im Louvre, den vorübergehenden Kollektionen in der Napoléonhalle sowie dem Museum Eugène-Delacroix.

Um die Wartezeit vor dem Eingang zu verkürzen, ist es inzwischen möglich, Tickets auf der offiziellen Seite im voraus zu buchen: www.louvre.fr

Louvre ohne Anstehen:

Einige Reiseunternehmen bieten auch Eintrittskarten ohne Anstehen an und man erhält bevorzugten Zugang durch einen Seiteneingang. Wenn man möchte, kann man auch eine deutschsprachige Reiseleitung mit Informationen zum Museum hinzubuchen: Tickets ohne Anstehen

Louvre kostenlos:

Der Eintritt in den Louvre ist kostenfrei für alle Personen unter 18 Jahren, EU-Bürger unter 26 und Menschen mit Behinderung. Außerdem ist der Zugang an jedem ersten Sonntag des Monats von Oktober bis März und am 14. Juli frei.

Öffnungszeiten:

Das Museum ist täglich außer dienstags von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und mittwochs und freitags bis 21.45 Uhr.

Dienstags sowie am 1. Januar, 1. Mai und und 25. Dezember ist der Louvre geschlossen.

Anreise:

Métro : Linie 1 (Haltestelle Palais Royal – Musée du Louvre)

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