Hôtel des Invalides

Das Hôtel des Invalides, auch bekannt in der Kurzform Les Invalides, ist eine militärische Gedächtnisstätte und befindet sich in der Nähe des Grand Palais und Petit Palais. Es wurde durch den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. gegründet, um tausenden verletzten Kriegsveteranen eine Unterkunft zu geben und ihnen durch neue Aufgaben sowie tägliche Gottesdienste einen geregelten Tagesablauf zu ermöglichen. 1670 begann der Bau unter der Leitung des Architekten Libéral Bruant und die Arbeiten waren sechs Jahre später abgeschlossen.

Das frühere Invalidenheim umfasst heute drei militärische Museen, die Soldatenkirche Saint-Louis des Invalides sowie den Invalidendom, in dem Napoleon Bonaparte bestattet ist. Nähert man sich dem Gebäudekomplex aus Richtung der Brücke Pont Alexandre III, fällt vor allem die fast 200 Meter breite Frontfassade und die goldverzierte Kuppel des Invalidendoms auf.

hôtel des invalides paris

Vor der Fassade sind Kanonen platziert, die aus gewonnen Schlachten im 17. und 18. Jahrhundert stammen. Das Relief am Ziergiebel über dem Eingang stammt von dem Bildhauer Guillaume Coustou und zeigt eine Reiterstatue des „Sonnenkönigs“.

hôtel des invalides fassade

Der Cour d’honneur (Ehrenhof) ist der größte von insgesamt 15 Höfen in der Anlage und war für Militärparaden vorgesehen. Er bildet auch den Zugangsweg zur Soldatenkirche sowie dem Invalidendom.

hotel des invalides ehrenhof

Über dem zentralen Portal ist eine Statue von Napoleon Bonaparte zu sehen, die aus der Bronze eroberter Kanonen gegossen wurde. Sie stammt von dem Bildhauer Charles Émile Seurre und befand sich ab dem Jahr 1833 auf der Spitze der Colonne Vendôme. Napoleon III. ließ sie 1863 abbauen und durch eine andere Version ersetzen. Danach wurde sie in einem städtischen Depot gelagert und ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts an dem heutigen Platz aufgestellt.

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Unter den militärischen Museen ist das Musée de l’Armée das bekannteste der Anlage und zeigt mehrere hunderttausend Objekte vom späten Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, darunter Rüstungen, Uniformen und Waffen. Zu den weiteren Museen zählt das Musée des Plans-Reliefs , das Miniaturmodelle von befestigten Städten ab dem 17. Jahrhundert zeigt. Das Musée de l’Ordre de la Libération ist dem Widerstand und der Befreiung Frankreichs während des Zweiten Weltkriegs gewidmet.

Besonders beeindruckend ist der Invalidendom, in dem bekannte Militärführer wie Napoleon Bonaparte und mehrere Generäle seiner Armee bestattet sind. Ursprünglich wurde das Bauwerk als private königliche Kirche des „Sonnenkönigs“ genutzt. Das Konzept war inspiriert vom Petersdom und die Gestaltung erfolgte dadurch ebenfalls im barocken Architekturstil. Der Invalidendom wurde 1706 nach fast 30 Jahren Jahren Bauzeit fertiggestellt und erst 1840 zur Grabstätte von Napoleon umgewandelt. Dessen Sarkophag befindet sich direkt unter der Kuppel, die mehr als 100 Meter in die Höhe ragt.

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Öffnungszeiten:

Die Öffnungszeiten sind ab November bis März von 10.00 bis 17.00 Uhr. Von April bis Oktober ist das Hôtel des Invalides eine Stunde länger geöffnet.

Geschlossen ist die Anlage am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember.

Eintrittspreise:

Der Eintritt beträgt 11 Euro und beinhaltet den Zugang zu den militärischen Museen, der Soldatenkirche und dem Invalidendom. Tickets können auch im voraus bei Reiseanbietern wie Get Your Guide gebucht werden.

Hôtel des Invalides kostenlos:

Der Zugang zu der Anlage ist für alle Personen unter 18 Jahren, EU-Bürger unter 26 und Menschen mit Behinderung kostenfrei.

Anreise:

Métro: Mit der Linie 8 oder 13 bis zur Haltestelle Invalides (Métroplan).

Bus: Linien 28, 63, 82, 83, 92 und 93

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