Gare de l’Est

gare de l'est statueDer Gare de l’Est ist einer der sieben Bahnhöfe in Paris und befindet sich nur wenige hundert Meter vom Gare du Nord entfernt, dem größten Bahnhof der Stadt. Er verzeichnet rund 35 Millionen Besucher pro Jahr und gehört damit zu den weniger frequentierten Bahnhöfen. Erbaut wurde er 1849 und erfuhr schon in den ersten Jahrzehnten kleinere Erweiterungen und Renovierungen. 1883 wurde der Gare de l’Est als Startpunkt bei der ersten Fahrt des berühmten Orient-Express nach Istanbul auserwählt. Bis 1900 sowie in den 1930er Jahren fanden weitere Umbauarbeiten statt, sodass der Bahnhof im Vergleich zur ursprünglichen Größe um das Zweifache anwuchs. Der Name Gare de l’Est (Bahnhof des Ostens) geht auf das Streckennetz zurück, das vor allem in die östlichen Regionen Frankreichs führt. So fahren TGV-Schnellzüge unter anderem nach Strasburg, Metz, Reims, Verdun oder Nancy und über der Fassade des Bahnhofsgebäudes sind dementsprechend Statuen angebracht, die Strasburg und Verdun repräsentieren. Zu den internationalen Zielen zählen zum Beispiel Luxemburg oder Deutschland mit ICE-Zügen über Karlsruhe und Stuttgart nach München oder über Kaiserslautern und Mannheim nach Frankfurt.

Die Fassaden im Westen und Osten sind in ähnlicher Weise konstruiert und zeichnen sich durch zwei Gebäudeflügel aus, welche die Eingangsbereiche umgeben sowie eine Glasfront, die wie eine Halbfensterrose erscheint. Zusätzlich zu den Statuen von Strasbourg und Verdun sind kleinere Skulpturen über den Bahnhofsuhren zu sehen, welche zum Beispiel die Flüsse Seine und Rhein repräsentieren.

gare de l'est paris

Der Bahnhof verfügt über zwei schön gestaltete Empfangshallen, die über einen Gang miteinander verbunden sind. Große Fenster über den Eingängen und zwischen dem Runddach sorgen für viel natürliches Licht. Die Hallen dienten auch als Kulisse für den Kinofilm Die fabelhafte Welt der Amélie.

bahnhof paris est halle

In der östlichen Halle ist ein fünf Meter hohes und 12 Meter breites Gemälde des amerikanischen Malers Albert Herter angebracht. Es zeigt Soldaten während des Ersten Weltkriegs, die am Bahnhof in Richtung Verdun aufbrechen. Albert Herter verarbeitete mit dem Gemälde den Verlust seines Sohnes, der sich freiwillig zum Dienst gemeldet hatte und 1918 in der Schlacht fiel. Er ist im Zentrum des Bildes mit ausgestreckten Armen abgebildet. Der Maler porträtierte sich selbst und ist auf der rechten Seite mit einem Blumenstrauß in der Hand und gesenktem Kopf zu sehen.

gare de l'est gemälde

Hotels am Gare de l’Est:

In direkter Nähe zum Bahnhof befindet sich das 4-Sterne Hotel Le Marcel. In nur 100 Meter Entfernung liegen das 4-Sterne Hotel Holiday Inn Paris Gare de l’Est sowie die 3-Sterne Hotels Kyriad Paris 10, Ibis Paris Gare de l’Est, Midnight Paris und Libertel Gare de l’Est.

Anreise:

Métro: Mit der Linie 4 oder 5 bis zur Haltestelle Gare de l’Est (Métroplan).

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