Das Panthéon

Das Panthéon, welches zunächst als Kirche konzipipiert und später zur nationalen Gedenkstätte wurde, ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Paris. Das Bauwerk liegt im 5. Arrondissement in der Nähe des Jardin du Luxembourg und hat seinen Ursprung Mitte des 18. Jahrhunderts. Als König Ludwig XV. unter einer schweren Krankheit litt, betete er an dieser Stelle am Grab der Heiligen Geneviève, der Schutzpatronin von Paris und schwor, im Falle seiner Gesundung eine Kirche bauen zu lassen. Nach seiner Besserung ließ er die Grabkapelle durch eine große Kirche ersetzen, die Église Sainte-Geneviève.

Der Bau nach dem Konzept des Architekten Jacques-Germain Soufflot dauerte über 30 Jahre und war 1790 fertiggestellt. Das Panthéon wurde in den Folgejahren mehrmals umgewidmet und fungierte entweder als Ruhmeshalle oder als Kirche, bevor es 1885 endgültig zur nationalen Gedenkstätte erklärt wurde. Das 110 Meter lange, 83 Meter hohe und etwa genauso breite Panthéon, das in der Form eines griechischen Kreuzes errichtet wurde, sieht von außen und innen beeindruckend aus und eine Besichtigung lohnt sich bei einer Reise nach Paris.

pantheon paris außen

Das Bauwerk, das dem gleichnamigen Pantheon in Rom nachempfunden ist, ziert eine große Kuppel und ist dadurch beispielsweise vom Eiffelturm oder Tour Montparnasse gut zu erkennen. Man kann bei gebuchten Führungen auch hoch bis zur Kuppel gehen und weite Teile von Paris von oben betrachten.

Auch im Inneren des Bauwerks sieht man teilweise Ähnlichkeiten zum Pantheon in Rom. Die Säulenhalle zusammen mit den Wandbildern und Skulpturen erinnert zum Beispiel an eine Mischung der griechischen und römischen Architektur.

pantheon paris innen

Die Wandbilder zeigen unter anderem die Anfänge des Christentums in Frankreich oder auch die Schutzheiligen Saint-Denis und Sainte-Geneviève. Besonders beeindruckend sind die Gewölbe sowie die Kuppel, die ein Deckengemälde ziert. Es wurde in den Jahren 1811 bis 1824 von dem Maler Antoine-Jean Gros erstellt und stellt die Lobpreisung der heiligen Geneviève dar.

pantheon paris kuppel

pantheon paris innen skulpturen

Die Skulpturen zeigen Heilige des Christentums sowie unter anderem Ereignisse der Französischen Revolution. Vor der Skulpturengruppe Convention Nationale von François-Léon Sicard, die an den Nationalkonvent während der Französischen Revolution erinnert,  ist auch ein Nachbau des Focaultschen Pendels ausgestellt. Mit dem Instrument bewies Léon Focault 1851 im Panthéon die Erdrotation. Heute befindet sich das Original im Musée des Arts et Métiers.

pantheon paris, focault pendel

Im Untergeschoss kann man die Grabstätten von wichtigen Personen der französischen Geschichte in einer Krypta besichtigen, darunter Schriftsteller wie Alexandre Dumas und Victor Hugo oder Philosophen wie Jean-Jacques Rousseau und Voltaire. Als einzige Frau wurde hier Marie Curie beigesetzt.

pantheon paris voltaire

Eintrittspreis:

Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 7,50 Euro.

Panthéon kostenlos:

Unter 18-Jährige, EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren und Menschen mit Behinderung  erhalten freien Eintritt ins Panthéon. Am ersten Sonntag der Monate Januar bis März sowie November bis Dezember ist der Eintritt zudem für alle Personen kostenlos.

Öffnungszeiten:

Das Panthéon ist täglich geöffnet, ab Oktober bis März von 10.00 bis 18.00 Uhr und ab April bis September 30 Minuten länger.

Am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember ist das Panthéon geschlossen.

Anreise:

Métro: Linie 10 (Haltestelle Cardinal Lemoine)

Bus: Linien 21, 27, 38, 82, 84, 85 und 89 (Haltestelle Luxembourg)

RER: Linie B (Haltestelle Luxembourg)

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